1991
Große Aufmerksamkeit erfährt das von der Stiftung aus einer Förderung hervorgehende „Elektronenmikroskop mit Brille“. Das Elektronenmikroskop hat eine Art „Brille“, welche die sphärischen Fehler der Mikroskop-Linse korrigiert. Dadurch wird eine wesentlich höhere Auflösung erzielt.
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Spulen zur Korrektur des Elektronenstrahls des Mikroskops.
1992
Mit zwei Förderinitiativen, die sowohl auf die Natur- und Ingenieurwissenschaften als auch die Geistes- und Gesellschaftswissenschaften zielen, öffnet die Stiftung das Feld für die Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern in Mittel- und Osteuropa.
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Der Baikal-See als Falle für Neutrinos: ein deutschrussisches Team beim Versenken der Detektoren zum Nachweis höchstenergetischer kosmischer Strahlen.
1993
Die Recherchen zum „Handbuch der historischen Buchbestände“ beginnen bereits 1984. Der erste von insgesamt 47 Bänden wird 1993 vorgelegt – das letzte Werk dieses Großvorhabens erscheint rund zehn Jahre später. Die Handbücher erschließen das deutschsprachige Schrifttum vom Beginn des Buchdrucks bis zum Ausgang des 19. Jahrhunderts in einer Vielzahl von Ländern und Regionen. Für die Zeit vor 1912 ist das Handbuch der umfassendste Zugang zum deutschsprachigen Schrifttum.
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Dr. Stollwerk und Dipl.-Phys. Lehmann im Herbst 1986 bei Recherchen in der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main.
1994
Mit dem Programm „Leistungsfähigkeit durch Eigenverantwortung“ stärkt die Stiftung ihr Engagement auf dem Feld der Hochschulreform-Bemühungen – bundesweit profitieren zehn Universitäten davon. Die Stiftung besetzt dieses Aktionsfeld bis heute.
1996
Das Programm „Nachwuchsgruppen an Universitäten“ gilt als eigentliche Keimzelle der überaus erfolgreichen „personenbezogenen Förderung“ der Stiftung. Im neuen Jahrtausend folgen dann inzwischen so erfolgreiche Förderinitiativen wie Dilthey- und Schumpeter-Fellowships oder die Lichtenberg-Professuren.
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Prof. Dr. Guido Dehnhardt, im Rahmen einer Lichtenberg-Professur gefördert, beim Training mit einem Seehund.
Dr. phil. Wilhelm Krull wird Generalsekretär der VolkswagenStiftung.
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Dr. Wilhelm Krull
1998
Mit der Förderinitiative „Dynamik und Adaptivität neuronaler Systeme“ setzt die Stiftung – die „Decade of the Brain“ im Blick – wichtige Akzente für die Neurowissenschaften und den Einsatz bildgebender Verfahren in der Kognitionsforschung in Deutschland. Das Angebot folgt dem Engagement im Bereich „Neuroimmunologie“ (1988 bis 1998).
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Prof. Dr. Christian Büchel, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, forscht in diesem Bereich.
1999
Das Vermögen der Stiftung ist auch in Liegenschaften angelegt. Im Mai 1999 wird das WissenschaftsForum Berlin am Gendarmenmarkt eingeweiht; dort haben große deutsche Wissenschaftsorganisationen ihren Hauptstadtsitz. Die Stiftung verwirklichte den Bau über ihre 1974 gegründete Tochtergesellschaft IVA KG, eine von drei Immobilien-Beteiligungsgesellschaften.
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WFB am Gendarmenmarkt, Berlin
2000
Im Vorfeld der EXPO in Hannover veranstaltet die VolkswagenStiftung acht öffentliche Symposien, in denen bedeutende internationale Wissenschaftler über Menschenrechte, Arbeit, nachhaltige Entwicklung, Klimawandel, Biotechnologie, Informationsgesellschaft, Aufklärung, Wissenschaft und Technik diskutierten. Die Ergebnisse dieses Diskurses werden in einem Sammelband mit dem Titel „Zukunftsstreit“ publiziert.
Seit Gründung der Stiftung wurden 1.486 Millionen DM (ca. 759 Millionen Euro) aus dem Niedersächsischen Vorab bewilligt, rund 27,9 Prozent der gesamten bis dahin bewilligten Förderungssumme.