2001
Einrichtung des „Tandemprogramm zur Förderung der fachübergreifenden Zusammenarbeit von Postdoktoranden“. Ziel des Programms ist es, jungen promovierten Wissenschaftlern frühzeitig Gelegenheit zu geben, gemeinsam Erfahrungen in selbständiger disziplinübergreifender Forschung zu sammeln und sich auf diese Weise in der Wissenschaft weiter zu qualifizieren.
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Die Bewahrung und Darstellung nicht-materieller Kulturgüter – vor allem der Musik – in indischen Museen steht im Zentrum der Arbeit von Dr. Lidia Guzy. Sie arbeitet mit Dr. Susan Kamel und Dr. Rainer Hatoum in einem Dreier-Tandem über die Museumspraxis in verschiedenen Kulturen.
2002
Zu ihrem 40sten Arbeitsjubiläum startet die VolkswagenStiftung die Initiative „Zukunftsfragen der Gesellschaft“, die über ein Jahrzehnt mit Ausschreibungen etwa zur Alternsforschung, zu Migration und Integration oder zu Problemen der Sozialstaatstransformation für große Aufmerksamkeit weit über die wissenschaftliche Community hinaus sorgt.
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Die Studiengruppe von Prof. Dr. Ludger Pries, Universität Bochum, forscht zum Thema "Verbreitung und Kontextbedingungen Transnationaler Migrantenorganisationen in Europa".
Von Dezember 2002 bis März 2003 ist die Ausstellung „science + fiction. Zwischen Nanowelt und globaler Kultur“ im Sprengel Museum Hannover zu sehen. VolkswagenStiftung und Sprengel Museum Hannover haben Künstler und Wissenschaftler eingeladen, zu Brennpunkten der gegenwärtigen Forschung gemeinsam zu arbeiten.
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Ausstellung "sciene + fiction"
2003
Nach weiteren elf Jahren wird die dritte Milliarde Euro an Fördermitteln erreicht.
2004
Gemeinsam mit ihren Partnerstiftungen Compagnia di San Paolo in Turin und dem Riksbankens Jubileumsfond in Stockholm bringt die VolkswagenStiftung das erste koordinierte Forschungs- und Ausbildungsprogramm europäischer Stiftungen zur Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) und zur Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP) im Frühjahr 2004 auf den Weg. Mit diesem Angebot möchten die Stiftungen junge europäische Führungskräfte fördern, die politisch unabhängig und über die Grenzen der eigenen nationalen Perspektive hinaus neue Denk- und Herangehensweisen für die Außen- und Sicherheitspolitik Europas entwickeln
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"Autum Seminar: European Foreign and Security Policy after Enlargement" vom 27. September bis 2. Oktober 2005 in Budapest. Abschiedsfoto der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
2005
Gemeinsam mit der Fritz Thyssen Stiftung gibt die VolkswagenStiftung durch das Programm „Pro Geisteswissenschaften“ der geisteswissenschaftlichen Forschung in Deutschland einen starken Impuls. Die Förderinitiative umfasst aktuell zwei Komponenten: "Dilthey-Fellowships" für hoch qualifizierte, promovierte Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler in der Frühphase ihrer wissenschaftlichen Karriere und "Opus magnum" für herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die ein größeres wissenschaftliches Werk verfassen möchten.
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Als Dilthey-Fellow erforscht Dr. Dietmar Süß (am PC) den modernen Luftfkrieg, dessen Hintergründe und Auswirkungen.
2006
Die erste Milliarde an bewilligten Mitteln für Projekte im „Niedersächsischen Vorab“ (als Teil aller bewilligten Fördergelder) ist seit Bestehen der Stiftung erreicht.
2007
Das Kuratorium der Stiftung beschließt den Wiederaufbau von Schloss Herrenhausen in Hannover, das als wissenschaftliches Tagungszentrum und Museum genutzt werden soll.
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Schloss Herrenhausen ca. 1895. Foto: Photoglob AG, Zürich, Switzerland or Detroit Publishing Company, Detroit, Michigan; Library of Congress, Washington, D,C., Prints & Photographs Division, Photochrom Collection, [reproduction number ppmsca-00449].
2008
Als Gemeinschaftsprojekt wird der „Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR)“ ins Leben gerufen. Der Sachverständigenrat geht auf eine Initiative der Stiftung Mercator und der VolkswagenStiftung zurück. Ihr gehören acht Stiftungen an. Neben der Stiftung Mercator und der VolkswagenStiftung sind dies: Bertelsmann Stiftung, Freudenberg Stiftung, Gemeinnützige Hertie-Stiftung, Körber-Stiftung, Vodafone Stiftung und ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius. Der Sachverständigenrat ist ein unabhängiges und gemeinnütziges Beobachtungs-, Bewertungs- und Beratungsgremium, das zu integrations- und migrationspolitischen Themen Stellung bezieht und handlungsorientierte Politikberatung anbietet. Die Ergebnisse seiner Arbeit werden in einem Jahresbericht veröffentlicht.
Die Stiftung schreibt zum ersten Mal die „Fellowships at Harvard“ für einjährige Forschungs- und Lehraufenthalte junger deutscher Geisteswissenschaftler am dortigen Humanities Center aus.
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Harvard
2009
Zum „Darwinjahr“ wird ein Ideenwettbewerb „Evolution heute“ ausgeschrieben mit dem Ziel, mittels geeigneter Aktivitäten explizit einer breiteren Öffentlichkeit die Aktualität und Relevanz des Themas Evolution ansprechend und gut verständlich zu vermitteln.  Insgesamt zwölf Projekte  können sich durchsetzen. Diese zwölf werden zum „Darwinjahr“ 2009 erstmals der breiten Öffentlichkeit vorgestellt.
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Abschlussveranstaltung des Ideenwettbewerbs "Evolution heute" am 10. und 11. Dezember 2009 in Hannover.
2010
Die VolkswagenStiftung und NDR Kultur präsentieren in der neuen Veranstaltungsreihe „Herrenhäuser Gespräche“ aktuelle Themen aus Wissenschaft und Kultur, die unsere Gesellschaft bewegen. Ganz im Sinne von Gottfried Wilhelm Leibniz soll Herrenhausen über die Grenzen der Stadt Hannover hinaus als ein Ort des intellektuellen Diskurses erfahrbar werden. Die Herrenhäuser Gespräche bilden den Auftakt verschiedener, überwiegend wissenschaftlich orientierter Reihen, die die VolkswagenStiftung langfristig im wieder zu errichtenden Schloss Herrenhausen etablieren möchte.
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Keine Angst vor neuen Tönen - Wie erleben wir zeitgenössische Musik? Herrenhäuser Gespräch am 17.05. 2011, Schlossküche Herrenhausen. Auf dem Podium v.l.n.r.: Dr. Ulrich Kühn, Prof. Dr. Reinhard Kopiez, Prof. Peter Ruzicka, Wolfgang Schreiber, Prof. Carin Levine.
Zehn Jahre nach der EXPO in Hannover und als Höhepunkt des wissenschaftlichen Programms der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 veranstalten die Deutsche Messe, die VolkswagenStiftung und die Stiftung Mercator in Kooperation mit der Landeshauptstadt Hannover und RUHR.2010 den internationalen Kongress „Our Common Future“. Vom 2. bis 6. November 2010 diskutieren Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Justiz und Kultur sowie Nachwuchsforscher aus der ganzen Welt in Hannover und Essen über zentrale Zukunftsfragen der Gesellschaft.
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Der Kongress in Hannover im Convention Center CC, Messegelände.
2011
Video-Beiträge zu Forschungsprojekten sollen, nach deren gründlicher Schulung, von den geförderten Wissenschaftlern selbst gedreht werden – Wissenschaft authentisch, „aus erster Hand“ sozusagen. Über einen längeren Zeitraum entstehen so kleine Kurzfilme zu einzelnen Aspekten der Forschung, die – nach professioneller Aufbereitung – im Internet gezeigt werden sollen. Im März 2011 geht der Videoblog „sciencemovies“ online. Acht Forscherteams dokumentieren ihre Projekte aus der ganzen Welt in dreiminütigen Videobeiträgen.
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Die VolkswagenStiftung weitet mit der Initiative „Postdoctoral Fellowships in den Geisteswissenschaften an Universitäten und Forschungsinstituten in den USA“ ihre transatlantischen Wissenschaftsbeziehungen aus. Zugleich erhalten ab 2012 Postdoktoranden aus den USA die Chance, ein Jahr lang in Deutschland ihrer wissenschaftlichen Arbeit nachzugehen. Partner der Stiftung ist hier die US-amerikanische Mellon Foundation.
2012
An zwei ganz besonderen Berliner Stätten feiert die VolkswagenStiftung ihr 50. Jubiläum: Am 15. März findet der feierliche Festakt im Schlüterhof des Deutschen Historischen Museums statt. Zu einem Symposium ins Schloss Bellevue lädt die Stiftung am 16. März ein, um dort über die künftigen Herausforderungen für Stiftungen und für die Wissenschaftsförderung zu diskutieren.
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Festakt im Deutschen Historischen Museum in Berlin. Foto: David Ausserhofer
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Symposium im Schloss Bellevue. Foto: David Ausserhofer